Fürbittengebet zum 10. Sonntag nach Trinitatis 2004

Fürbitten zum Gottesdienst am 10. Sonntag nach Trinitatis 2004

Geheimnisvoller, barmherziger Gott,

dich zu entdecken heißt sich selbst loszulassen,
dein Licht leuchten lassen heißt, durch die eigene Finsternis gehen,
deine Wahrheit erleben heißt, sich von den eigenen vertrauten Illusionen zu verabschieden,
deine Liebe leben heißt, sich dem Fremden, Unbekanntem freundlich zuzuwenden.
Bitte schenke uns immer wieder die Kraft, diesen Weg ins Unbekannte zu wagen.

Wir bitten dich für all die Menschen, die nicht in Frieden leben können – und gedenken heute besonders den immer neuen Ausschreitungen in Israel:
Gib allen beteiligten Menschen die Kraft, erlittenenes Unrecht zu vergeben;
es scheint so schwer zu sein, die Teufelsspirale von Hass und Gewalt zu durchbrechen – und dennoch:
Wir brauchen deine Kraft gegen die Resignation, gegen unser Sich-Einrichten in der traurigen Sicherheit, dass ja GottseiDank bei uns alles in Ordnung sei.

Wir bitten dich für uns, die wir jetzt gerade um Frieden beten: lass uns nicht glauben, damit seien wir auf der richtigen Seite, wir hätten es gefunden. Suchende sind wir, wie alle.

Stärke unser Vertrauen auf die nicht sichtbaren Dinge, lass uns Schüler sein derer, die im Vertrauen auf Dich ihre eigenen Ängste mildern konnten.

Stärke unsere Fähigkeit, in Beziehung zu leben und in Beziehung zu bleiben –
In Beziehung zu dir und zu unseren Mitmenschen.

Wir fassen alle unsere Wünsche und Sorgen zusammen in das Gebet, das unser Bruder Jesus uns lehrte:

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