Fürbittengebet 5. Sonntag nach Trinitatis 2014

Fürbittengebet am 5. Sonntag nach Trinitatis

Gnädiger Gott,

es sind meine Ängste, die mich aus deiner Nähe vertreiben.

Meine Ängste wollen sich an Sichtbares anklammern,

suchen Halt in selbstgemachten Trugbildern,

verführen mich dazu zu meinen, ich müsste mich selbst festhalten,

ich müsste Andere festhalten,

zu meinen: ich könnte das Leben in den Griff kriegen!

Barmherziger Gott,

schenke mir die Kraft des Loslassens,

die Kraft, das Leben so hinzunehmen, wie es ist.

Schenke mir die Kraft der Freiheit,

meinen Mitmenschen frei zu lassen,

ihn sein zu lassen, in seinem So-sein.

Schenke mir aber auch den Mut zu reden,

mich einzumischen, wo ich Unrecht sehe,

wo Menschen oder Tiere oder Pflanzen missbraucht, gequält, gefoltert, zerstört werden.

Lieber Gott,

schenke mir die Demut, mich ernst zu nehmen,

ohne mich wichtig zu nehmen,

mich zur Verfügung zu stellen

für die Botschaft deiner befreienden Liebe.

So beten wir jetzt gemeinsam jenes Gebet, das wir von deinem Sohn empfangen haben und indem wir es beten, versuchen wir es mitzunehmen, hinauszutragen aus diesem Gottesdienst, hineinzunehmen in unseren Alltag.

Wir sprechen langsam und bewusst:

Vater unser …